Projekt Schule/ Jugendhilfe 2020

 

 

Zielgruppe

Schüler der siebenten und achten Jahrgangsstufe unserer Schule.

Im Projekt sollen Schüler mit einschneidenden schulischen und sozialen Problemen betreut werden. Insbesondere geht es um verhaltensauffällige Schüler, um Kinder in Krisensituationen und um Kinder mit schulverweigernden Verhaltensweisen (sowohl aktiv, als auch passiv).

Ziel

Lernen und Leben im schulischen Kontext.

Ziel ist es, die betroffenen Schüler fit für das Lernen im Klassenverband zu machen, ihre sozialen und personellen Kompetenzen zu stärken, Wiederholungen und Schulabbrüche zu vermeiden.

Lernsituation

Unsere Schüler der Sekundarstufe kommen aus den verschiedenen Ortschaften der Großgemeinde Schorfheide und aus der Stadt Eberswalde. Neben den  Einzugliedernden, welche nun unsere Schule besuchen, haben sich im Einzugsbereich der Gemeinde in den letzten Jahren mehrere Einrichtungen der stationären Jugendhilfe angesiedelt.

Die Klassenstufen 7 und 8 sind durchgängig dreizügig. Alle Klassen sind Integrationsklassen.

Neben vielen lernwilligen und leistungsbereiten Schülern haben wir in allen Klassen Schüler mit einem besonderen Förderbedarf. Auch wurde oft  ein zuvor festgestellter Förderbedarf  nicht ausreichend diagnostiziert bzw. hat sich durch einschneidende Ereignisse und/ oder Abbruch der Hilfe, bei Wechsel, erhärtet.

Als Ergebnis zeigen sich Versagensängste, mangelndes Selbstwertgefühl, eine geringe Motivation, Verhaltensauffälligkeiten, schulverweigerndes Verhalten.

Die Lehrer und Lehrerinnen der Schule Finowfurt handeln im Interesse unserer Schüler und beweisen hier ein umfangreiches Engagement.

Seit dem 1. Dezember 2015 ist das Projekt A 2020, für mind. 12 Schüler für ½ Jahr, fester Bestandteil unserer individuellen Arbeit. Es ist uns gelungen, die Sicht der Schüler auf die Schule als einen Lebensort zu entwickeln, an welchem sie in ihrer gesamten Persönlichkeit mit all ihren Fähigkeiten, Bedürfnissen, Neigungen und auch ihren persönlichen Lebenslagen wahrgenommen werden und eine ganz individuelle Förderung und Unterstützung erfahren. Dieses hatte neben dem Zuwachs an schulischem Wissen und einer Verbesserung der Noten auch eine Verbesserung der Schüler – Lehrer – Beziehung zur Folge.

Beschreibung der Förderung im Projekt

Da die im Projekt zu fördernden Schüler heterogen sind, sich in ihren individuellen Problemlagen unterscheiden, kann es keine einheitliche Förderung geben. Vielmehr ist für jeden Schüler ein individueller Förderplan zu erstellen und der Rahmen der Förderung entsprechend festzulegen.

  • Länge und Umfang des Herauslösens aus dem Klassenverband
  • Teilnahme an gemeinsamen Aktivitäten im Klassenverband
  • Ermittlung Lernstand/ Lerntyp
  • Orientierung an Ressourcen/ Orientierung an Lösungen
  • Soziales Lernen (z.B. Wertschätzung, soziales Kompetenztraining, Umgang mit Konflikten)
  • Lernbüro mit Fachlehrern (Fachlehrer arbeiten in Kleingruppen, wobei Vorgehensweise und Tempo den SUS individuell angepasst sind)
  • Lernbüro mit Projektmitarbeitern in Anlehnung an den Unterricht (z.B. NW, Ästhetik, …)
  • Individuelle Projektarbeit zu Themen, welche den Bedürfnissen und Neigungen unserer Schüler entsprechen ( z.B. Berufsorientierung, Erlebnispädagogik, Natur- und Umweltbildung, Prävention)
  • Vernetzung mit den zuständigen Ämtern und Behörden
  • Engmaschige Zusammenarbeit im Projektteam
  • Elternarbeit

Beschreibung der räumlichen Situation

Für die Umsetzung des Projektes wurden 2 Klassenräume in zentraler Lage im Schulhaus bereitgestellt. Somit sind unsere Schüler stets im aktiven Schulleben integriert und ein schneller Anlaufpunkt für Lehrer und Schüler. Die Räume wurden von den am Projekt teilnehmenden Schülern umgestaltet und dienen als Lernbüro und als Gruppenprojektraum. Für Einzel- und Elterngespräche kann bei Bedarf der Beratungsraum der Schule genutzt werden.

Die Lehrküche, die Holz-und Metallwerkstatt, die Computerräume, die Sporthalle und der Sportplatz können mitgenutzt werden. Die Cafeteria steht allen Schülern vor Unterrichtsbeginn und in den Pausen zur Verfügung als Ort der Begegnung aber auch zur Versorgung der Schüler. Die Projektteilnehmer nutzen das Mittagessenangebot der Schule sowie alle Angebote im Mittagsband wie z. B. die Bibliothek, die Turnhalle, den Chillraum, den Bolzplatz usw.