
Interview mit der Leiterin der Fachkonferenz, der Musiklehrerin Frau Strahl
Du leitest heute hier die Fachkonferenz, aber wie hat es angefangen mit dir und der Musik?
Ich bin zur Musik gekommen, weil mein großer Bruder und ich im Kindergarten schon zur Musikschule gegangen sind. Als mir die Schneidezähne ausgefallen sind, konnte ich die Klarinette nicht lernen und so bin ich zum Akkordeon gekommen.
Mit der Musikschule schon im Kindergarten, das war aber kein Zufall.
Musik hat in meinem Leben schon immer eine große Rolle gespielt. Meine Eltern hatten eine Plattensammlung. Wir haben uns ihre Schallplatten angehört und später haben wir natürlich unsere eigene Musik gehört, Bob Dylan, Neil Young, Blues und Rockmusik. Und ich bin als Jugendliche auf die Dörfer zu Konzerten von DDR-Rockbands und Bluesbands gefahren und konnte meiner Leidenschaft fröhen – zuhören und tanzen.
Und wenige Jahre später kam die Sache mit der Bläserklasse an unserer Schule.
Im Laufe der Ausbildung zur Bläserklassenleiterin habe ich ein ganz neues Instrument gelernt, die Posaune. Mir gefällt das Instrument, weil es so körperlich ist mit den Armbewegungen – den Zug zu ziehen – und vor allem liebe ich die tiefen Töne.
In einer Deutschstunde sollten Kinder lesen, schreiben und sprechen. Wie ist das in Musik?
Ganz wichtig ist es, selber Musik zu machen, zu singen wenigstens. Dann das produktive Musikhören, also dass man sich hörend mit einem Musikstück auseinandersetzt. Man sollte wirklich in der Lage sein, ganz in Ruhe ein Musikstück zu hören und sich dann darüber auszutauschen, auch über die Gefühle, die es auslöst.
An welche Stücke denkst du besonders?
Man sollte das Wichtigste von Bach kennen, das Weihnachtsoratorium zum Beispiel. Dann ein Stück von Händel, zum Beispiel den Messias, das Halleluja. Und schön wäre es, wenn man aus der Romantik vielleicht die Träumerei von Schumann kennen würde. Aber wichtig ist mir besonders, dass die Schüler auch etwas über die modernen Stile der Musik wissen. Denn auch die Musik, die sie heute hören, entsteht nicht im luftleeren Raum. Es fängt damit an, dass der Jazz entsteht, als Menschen aus Afrika als Sklaven nach Amerika kommen.
Aber genannt hattest du jetzt deutsche Komponisten: Bach, Händel, Schumann.
Die ganze Welt guckt ja auf deutsche Komponisten und Musiker und unsere Musik wird überall auf der Welt geliebt. Deswegen muss man auch als Schüler, der in diesem Land lebt, ein bisschen auch Kenntnis von dieser Musik haben.
Und wenn du, zum Schluss sozusagen, einen Wunsch frei hättest?
Dann (lacht), dann würde ich sagen, ich wünsche mir eigentlich, dass unser Stellvertretender mal in meinen Musikunterricht kommt und eine Stunde über die verschiedenen Stile vom Heavy Metal macht.
Was? Herr Zaumseil?
Ja, der ist sowas von Heavy Metal, der war in Wacken!
Cool. Darüber würde die Website auf jeden Fall berichten!
